SommerFestival
der Kulturen 2008
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Mittwoch, 25. Juni, 17:30–22:00 Uhr
18:00 Uhr
Literatur & Musik
Sergio Vesely & Grupo Sal
Latinoamerica: Stimmen aus der Heimat –
Stimmen aus dem Exil

Indianische Melodik, europäischen Harmonien und afrikanische Rhythmen verschmelzen mit Merengue, Samba, Candombe, Milonga oder Tango – das ist der Klang der 7-köpfigen Band Grupo Sal. Seit 25 Jahren sind sie im deutsch­sprachigen Europa die „Stimme Lateinamerikas“, mit weit über 2000 Konzerten, unter anderem auch Konzertlesungen zusammen mit Schriftstellern und Schauspielern. Mit Flöte, Saxophon und Bass, jeder Menge Saiteninstrumente und afro-karibischer Percussion, vor allem aber mit dem expressiven Bariton von Fernando Dias Costa und dem erdigen Vortrag von Roberto Deimel entsteht ein unverkennbarer Vokalsound. Ein Sound voll leidenschaftlicher Spielfreude, dessen Wurzeln von der Karibik bis nach Argentinien reicht.

Sergio Vesely ist Exilchilene und lebt seit 1976 in der Region Stuttgart. Er ist ein ausgesprochenes Multitalent: Autor, Poet, Maler, Schauspieler und Musiker. Dabei erstrecken sich seine Aktivitäten von Kinderliedern bis hin zur erschütternden Dokumentation chilenischer Gefangenenlager.

Speziell für dieses Literatur & Musik-Programm hat Sergio Vesely gemeinsam mit der Grupo Sal ein Programm über das Leben im Exil und das Fremdsein im eigenen Land zusammengestellt.

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20:00 Uhr
Faudel (Algerien/Frankreich)
Back to the Rai - Der „little prince“ des modernen Rai
Seine für ihn typische Mischung von traditionellem Raï mit Hip Hop, Rap, Rock und sogar Flamenco machten Faudel bereits mit 19 Jahren zu einem Star in Frankreich. Sein Debütalbum Baïda, dass 1997 erschien, zählte zu den bedeutendsten Alben seiner Zeit und brachte ihm eine Nominierung für den begehrten französischen Musikpreis Victoires de la Musique Award ein.

Im selben Jahr trat er bereits mit zwei der bedeutendsten Raï-Musikern, Khaled und Rachid Tacha, vor 15.000 begeisternden Zuschauern in Paris auf. Das daraufhin erschienene Live-Album 1, 2, 3. Soleils wurde zum international best verkauftesten Raï-Album.

Seine Musik drückt die Hoffnungen und Ängsten einer ganzen Generation in Frankreich geborener Algerier aus, die unter denselben Umständen wie einst der Künstler selbst, aufgewachsen sind. Noch ein Grund mehr, ihn zu den wichtigsten Vertretern der modernen Musik des Raï zu zählen. Der von seinen Fans nur liebevoll „little prince of Raï“ genannte Faudel, besingt mit seinem aktuellen Album Mundial Corrida und seiner aktuellen Tour Back to the Raï erfolgreich seine französischen und algerischen Wurzeln und feiert seine zwei Kulturen, wie kein anderer. Nach längerer Zeit ist er endlich wieder mit seiner 13-köpfigen Band in Deutschland zu sehen.

Heimatkontinent hinausreicht, verdeutlichen etwa die Remixes seiner Stücke von Transglobal Underground. Ende der 1990er folgten ein in den USA aufgenommenes Live-Album sowie der schließlich ergatterte Grammy.

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