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Neues interkulturelles Diskussionsforum:
Einwanderungsland Deutschland Meinungen, Impulse, Diskussionen
Expertinnen und Experten nehmen Stellungen zu verschiedenen integrationspolitischen Fragen
Alle zwei bis drei Monate werden renommierte Expertinnen und Experten aus dem ganzen Bundesgebiet nach Stuttgart eingeladen. Sie werden aktuelle Untersuchungen vorstellen und zu verschiedenen integrationspolitischen Fragen Stellung nehmen. Das Ziel ist es, in Stuttgart eine Plattform zu etablieren für den Austausch und die Diskussion von Ideen und Konzepten zum Thema Einwanderungsland Deutschland und die damit zusammenhängenden Fragestellungen, sowie neue Impulse für die weitere Arbeit zu geben. Das Diskussionsforum richtet sich an alle integrationspolitisch und interkulturell Interessierten, insbesondere an MigrantInnen und ihre Vereine.
Ältere Veranstaltungen zum Thema Einwanderungsland Deutschland finden Sie in unserem Archiv. Dort können Sie auch die entsprechenden Vorträge der Referenten downloaden.
Wer gehört zum „deutschen Wir“?
Präsentation der Studie „Deutschland postmigrantisch"
Dienstag, 17. März 2015, 19 Uhr
Stadtbibliothek Stuttgart
Mailänderplatz 1, 70173 Stuttgart
Eintritt frei --> PDF
Referent: Steffen Beigang, Mitglied des BIM und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin, Lehrbereich Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland
Deutschland ist ein Einwanderungsland doch wer gehört zum „deutschen Wir“ dazu? Wie wird dieses „deutsche Wir“ definiert? Und wer darf unsere Einwanderungsgesellschaft mit gestalten und wer nicht?
Diese Fragen versucht eine aktuelle Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) unter der Leitung von Dr. Naika Foroutan zu beantworten. Aus dieser geht klar hervor, dass Patriotismus und emotionale Verbundenheit in Deutschland sehr groß sind. 85% der deutschen Bevölkerung sagt: „Ich liebe Deutschland“; 81% der Deutschen mit Migrationhintergrund schließen sich dieser Meinung an und 77% der Einwanderer fühlen sich „deutsch“.
Aber deutlich wird auch: Deutschsein ist exklusiv und unterliegt paradoxerweise klaren Ausschlussmechanismen. Für 37% der Befragten ist es wichtig, deutsche Vorfahren zu haben, um „deutsch“ zu sein. Über 40% sind der Meinung, man müsse akzentfrei Deutsch sprechen. Wie stark Muslime ausgeschlossen werden, zeigen folgende Zahlen: 38% glauben, wer ein Kopftuch trage, könne nicht deutsch sein, 27% halten Muslime für agressiver und 30% für weniger bildungsorientiert.
Dieser auf Vorurteilen basierende Ausschluss aus dem „deutschen Wir“, die daraus einhergehenden gesellschaftlichen Folgen, aber auch politische Forderungen nach Gleichstellung sollen diskutiert werden.
Anschließende Diskussionsrunde mit:
Steffen Beigang, Humboldt-Universität zu Berlin
Gari Pavkovic, Integrationsbeauftragter der Stadt Stuttgart (angefragt!)
Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschland
Sara Alterio, Forum der Kulturen Stuttgart e. V.
Veranstalter:
Forum der Kulturen Stuttgart e. V., Stadtbibliothek Stuttgart,
Landeszentrale für politische Bildung BW
Forum der Kulturen Stuttgart e. V.
Marktplatz 4, 70173 Stuttgart,
Tel: 0711-248 48 08-0,
Fax: 0711-248 48 08-88,
E-Mail: info@forum-der-kulturen.de
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